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Nutri-Score in der Schweiz: Berechnung, Pflicht und Nutzen

Simon Rüttimann·Mai 2026·5 Min. Lesezeit

Der Nutri-Score ist das farbige Label von A (dunkelgrün) bis E (rot), das immer häufiger auf Lebensmitteln zu sehen ist. Doch ist er in der Schweiz Pflicht? Und lohnt er sich für Ihr Produkt? Hier die Fakten.

Status in der Schweiz: Freiwillig

Der Nutri-Score ist in der Schweiz eine freiwillige Zusatzkennzeichnung. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit (BLV) empfiehlt seine Verwendung, schreibt sie aber nicht vor. Grössere Detailhändler wie Migros und Coop setzen ihn auf ihren Eigenmarken ein.

Wie wird der Nutri-Score berechnet?

Der Nutri-Score basiert auf einem Punktesystem pro 100 g bzw. 100 ml:

Negative Punkte (0–40)

  • • Energie (kJ)
  • • Zucker
  • • Gesättigte Fettsäuren
  • • Salz

Positive Punkte (0–15)

  • • Frucht/Gemüse/Hülsenfrüchte (%)
  • • Ballaststoffe
  • • Eiweiss

Endwert = Negative Punkte – Positive Punkte. Je tiefer der Wert, desto besser die Bewertung (A = beste, E = schlechteste).

Welche Produkte profitieren?

ANaturjoghurt, Vollkornbrot, ungesüsster Tee
BMüesli ohne Zuckerzusatz, Hülsenfrüchte-Suppen
CKetchup, Milchschokolade, Fruchtsäfte
DChips, Pizza, gesüsste Getränke
EButter, Speck, Energy-Drinks

Strategische Frage: Aufdrucken oder nicht?

Da der Nutri-Score freiwillig ist, können Sie strategisch entscheiden: Produkte mit Bewertung A oder B profitieren vom Aufdruck – er wird zum Marketing-Instrument. Bei D oder E kann es klüger sein, darauf zu verzichten. Bedenken Sie aber: Wenn Sie den Nutri-Score für ein Produkt verwenden, müssen Sie ihn für alle Produkte derselben Marke aufdrucken.

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